6,1 Millionen US-Arbeitskräfte: Hohe KI-Exposition, kaum Fähigkeit zur Anpassung
Eine Brookings-Studie zeigt: 6,1 Millionen Beschäftigte stecken in Jobs mit hoher KI-Exposition fest — und haben kaum Möglichkeiten, sich anzupassen. 86% sind Frauen, vor allem in Büro- und Verwaltungsberufen.
Nicht jeder kann sich einfach umorientieren, wenn KI den eigenen Job bedroht
Die meisten Diskussionen über Künstliche Intelligenz und Arbeitsplätze behandeln Beschäftigte wie austauschbare Bauteile. Ein Bericht sagt, Ihr Job ist gefährdet — also bilden Sie sich um. Lernen Sie programmieren, ziehen Sie in eine wachsende Stadt, machen Sie einen neuen Abschluss. Problem gelöst.
Aber was, wenn das nicht geht? Was, wenn die Rücklagen knapp sind, die eigenen Fähigkeiten sich kaum übertragen lassen, und der nächste wachsende Arbeitsmarkt drei Stunden entfernt liegt?
Eine neue Studie der Brookings Institution, veröffentlicht im Januar 2026 von Sam Manning, Tomas Aguirre, Mark Muro und Shriya Methkupally, geht genau dieser Frage nach. Statt nur zu messen, welche Jobs KI automatisieren kann, haben die Forscher untersucht, welche Beschäftigten die Fähigkeit haben, sich im Ernstfall anzupassen — und festgestellt, dass Millionen diese Fähigkeit nicht haben.
Die Zahlen hinter der Verwundbarkeit
[Fakt] Die Studie identifiziert 37,1 Millionen US-Beschäftigte im oberen Viertel der KI-Exposition — ihre Jobs überschneiden sich stark mit dem, was heutige KI-Systeme leisten können. Das ist etwa jeder vierte amerikanische Arbeitnehmer.
Jetzt wird es interessant: Von diesen 37,1 Millionen verfügen rund 26,5 Millionen — also 70% — über überdurchschnittliche Anpassungsfähigkeit. [Fakt] Sie haben eine Kombination aus übertragbaren Fähigkeiten, finanziellem Polster, jüngerem Alter oder Nähe zu diversifizierten Arbeitsmärkten. Diese Menschen sind der KI ausgesetzt, ja — aber sie haben realistische Möglichkeiten zum Umstieg.
Die verbleibenden 6,1 Millionen haben diese Möglichkeiten nicht. [Fakt] Sie sitzen an der gefährlichen Schnittstelle von hoher KI-Exposition und niedriger Anpassungsfähigkeit — etwa 4,2% der gesamten US-Arbeitnehmerschaft. Ihre Jobs kann KI zunehmend erledigen, und ihnen fehlen die Ressourcen für einen Wechsel.
Um das einzuordnen: 6,1 Millionen entspricht ungefähr der gesamten Bevölkerung Hessens. Oder doppelt so viel wie die Einwohnerzahl Düsseldorfs und Kölns zusammen.
Wer sind diese Beschäftigten?
Das demografische Profil ist eindeutig. [Fakt] Ganze 86% der 6,1 Millionen verwundbaren Beschäftigten sind Frauen. Das ist keine leichte Schieflage — es ist eine überwältigende.
Die Berufe, die diese Konzentration verursachen, sprechen für sich. Die größten Gruppen sind Büroangestellte mit etwa 2,5 Millionen Beschäftigten, gefolgt von Verwaltungsassistenten und Sekretärinnen mit rund 1,7 Millionen. Empfangskräfte machen etwa 965.000 aus, und medizinische Sekretärinnen kommen auf weitere 831.000. [Fakt] Dies sind historisch weiblich dominierte Berufe, bei denen die tägliche Arbeit — Terminplanung, Dateneingabe, Dokumentenverarbeitung, Kundenweiterleitung — genau dem entspricht, was große Sprachmodelle und KI-Assistenten heute leisten können.
Die Brookings-Forscher messen die Anpassungsfähigkeit anhand von vier Dimensionen. [Fakt] Das sind: liquide Finanzreserven (können Sie eine Phase ohne Einkommen überstehen?), Alter (jüngere Beschäftigte haben mehr Zeit zur Umschulung), Dichte des regionalen Arbeitsmarktes (gibt es andere Jobs in der Nähe?) und Übertragbarkeit der Fähigkeiten (lassen sich Ihre Kompetenzen auf wachsende Berufe anwenden?).
Für viele Beschäftigte in Büro- und Verwaltungsberufen fällt die Antwort in allen vier Dimensionen entmutigend aus. Die Mediangehälter in diesen Berufen lassen wenig Spielraum für Rücklagen. Die Kernkompetenzen — Ablage, Telefonmanagement, einfache Datenverarbeitung — sind genau das, was KI gut kann, und sie lassen sich kaum auf wachsende Berufsfelder übertragen. [Einschätzung] Wenn die eigene Kernkompetenz genau das ist, was automatisiert wird, klingt der übliche Rat zur "Umschulung" ohne substanzielle Unterstützung hohl.
Die Geografie verschlimmert die Lage
[Fakt] Die Studie zeigt, dass sich die Verwundbarkeit geografisch auf eine Art und Weise konzentriert, die überraschen dürfte. Statt sich in Großstädten zu häufen, finden sich hochexponierte Beschäftigte mit geringer Anpassungsfähigkeit überproportional in Universitätsstädten, Landeshauptstädten und kleineren Städten im mittleren Westen und Bergwesten der USA.
[Einschätzung] Die Logik erschließt sich schnell: Diese Orte haben oft wenige dominante Arbeitgeber — Universitäten, Behörden, Regionalkrankenhäuser — die viele Verwaltungs- und Büroangestellte beschäftigen. Der lokale Arbeitsmarkt ist flach, es gibt weniger Alternativen, wenn die eigene Stelle wegfällt. Und diese Städte liegen oft weit entfernt von großen, diversifizierten Metropolregionen.
Dieses geografische Muster hat politische Relevanz. [Einschätzung] Förderprogramme, die auf Großstädte zugeschnitten sind, verfehlen möglicherweise genau die Beschäftigten, die sie am dringendsten brauchen. Eine arbeitslos gewordene Empfangskraft in einer Kleinstadt steht vor völlig anderen Herausforderungen als eine in einer Großstadt.
Was das für Beschäftigte in diesen Berufen bedeutet
Wenn Sie in einem dieser Berufe arbeiten, sind die Brookings-Ergebnisse ernüchternd, aber nicht hoffnungslos. Die Studie sagt nicht voraus, dass 6,1 Millionen Menschen morgen ihren Job verlieren — sie zeigt auf, wer am wenigsten vorbereitet ist, wenn die Verdrängung an Tempo gewinnt.
Die handlungsrelevante Erkenntnis betrifft den Aufbau von Anpassungsfähigkeit entlang der vier identifizierten Dimensionen. Finanzielle Widerstandsfähigkeit — selbst bescheidene Notrücklagen — verschafft entscheidende Zeit zur Umschulung. Fähigkeiten in angrenzenden Bereichen zählen: Eine Verwaltungsassistentin, die zusätzlich das Projekttracking oder die Budgetanalyse einer Abteilung betreut, hat mehr übertragbare Fähigkeiten als jemand, der hauptsächlich Termine koordiniert. Auch das Bewusstsein für den regionalen Arbeitsmarkt ist wichtig — die Tiefe und Breite des lokalen Stellenangebots zu kennen, kann Entscheidungen über den Zeitpunkt eines Berufswechsels beeinflussen.
Für Arbeitgeber und politische Entscheidungsträger ist die Studie eine Warnung vor Pauschalansätzen. [Einschätzung] Ein Umschulungsprogramm, das für eine 28-jährige Datenerfasserin in einer Großstadt funktioniert, wird nicht für eine 55-jährige medizinische Sekretärin in einer ländlichen Region funktionieren. Die 6,1 Millionen sind keine einheitliche Masse — sie sind Individuen, deren spezifische Kombination von Einschränkungen gezielte, lokale Unterstützung erfordert.
Detaillierte Daten zu KI-Auswirkungen auf einzelne Berufe finden Sie auf unseren Seiten für Verwaltungsassistenten, Büroangestellte, Empfangskräfte und medizinische Sekretärinnen — einschließlich Automatisierungsraten auf Aufgabenebene und prognostizierter Beschäftigungsentwicklung.
Aktualisierungshistorie
- 2026-03-21: Erstveröffentlichung basierend auf dem Bericht der Brookings Institution (Januar 2026)
Quellen
- Manning, S., Aguirre, T., Muro, M., & Methkupally, S. (2026). Measuring US workers' capacity to adapt to AI-driven job displacement. Brookings Institution.
_Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Statistiken stammen aus den referenzierten Quellen. Unsere vollständige Methodik und KI-Offenlegung finden Sie auf unserer KI-Offenlegungsseite._